Patienten sind sensible Beobachter der eigenen Sicherheit

08. Apr. 2014

Patientenbefragungen liefern wichtige Hinweise zu Sicherheitsmängeln im Krankenhaus

Hamburg, 8. April 2014 – Mit dem Weltgesundheitstag 2014 machte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die internationale Relevanz vektorübertragener Erkrankungen aufmerksam. Durch die Globalisierung führen diese auch in entwickelten Ländern immer häufiger zur Einweisung ins Krankenhaus. Eine zunehmende Bedrohung stellt aber auch das Krankenhaus selbst dar, denn hinsichtlich der Patientensicherheit gibt es hierzulande einigen Nachholbedarf. Dies wurde auf dem Gemeinsamen Kongress für Patientensicherheit 2014 Ende vergangener Woche deutlich.

Laut Krankenhausreport 2014 müssen wir davon ausgehen, dass fünf bis zehn Prozent aller Krankenhausbehandlungen zu einem unerwünschten Ereignis führen. Eine alarmierende Erkenntnis, die vergangene Woche auf dem vom Aktionsbündnis Patientensicherheit, der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung (GQMG), dem Medizintechnik- und Ergonomie-Kongress und dem CIRS-Forum veranstalteten Gemeinsamen Kongress für Patientensicherheit thematisiert wurde.

Das Picker Institut stellte auf dem Kongress aktuelle Studienergebnisse zur Patientensicherheit aus Sicht von Patienten und Mitarbeitern vor. Das gemeinnützige Befragungsinstitut, das sich mit der Erforschung von Patienten-, Mitarbeiter- und Einweisererfahrungen im Krankenhaus beschäftigt, kommt darin zu der Erkenntnis, dass Patienten „sehr aufmerksame Beobachter der eigenen Sicherheit“ sind. Dr. Katja Stahl, Leiterin Forschung und Entwicklung, erläutert dazu: „Patienten sind nicht nur willens sondern auch in der Lage über sicherheitsrelevante Ereignisse zu berichten. Sie können wertvolle Hinweise auf mögliche Fehler und Fehlerquellen geben, die mit anderen Methoden nicht erfasst werden können.“

In Untersuchungen zu den Fehlerursachen von medizinischen Behandlungen kristallisieren sich Kommunikationsmängel als wichtigste menschliche Fehlerquelle heraus. (...)

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